Pecha Kucha

Eine Pecha Kucha, japanisch für „Geplaud­er“, ist eine Art Kurzpräsen­ta­tion. 20 Folien wer­den für jew­eils 20 Sekun­den angezeigt und automa­tisch weit­ergeschal­tet. Jedes Präsen­ta­tion­steam hat damit genau 6 Minuten und 40 Sekun­den Zeit. Texte wer­den wenn möglich nicht vorgestellt. Lediglich Bilder oder Grafiken kom­men zum Ein­satz. Dazu kann frei oder mith­il­fe von Karten gesprochen wer­den. Auf diese Weise kön­nen ganz unter­schiedliche Per­spek­tiv­en, Fragestel­lun­gen oder Ergeb­nisse ein­er Recherche präsen­tiert werden.

Phase 1: Thema und Kernbotschaft finden und formulieren

  1. Das The­ma muss einge­gren­zt und bes­timmt werden.
  2. Davon zu unter­schei­den ist die Kern­botschaft, also die Per­spek­tive, die Posi­tion oder die Ein­schätzung, die vorgestellt oder sich ein­prä­gen soll.
  3. Für die Recherche eige­nen sich natür­lich Such­maschi­nen, aber die Fülle an Erg­benis­sen sind auch eine Her­aus­forderung. Einen ersten Überblick, aber auch nicht mehr, bieten Lexi­ka wie die Wikipedia. Von hier aus kön­nen erste Ein­gren­zun­gen vorgenom­men wer­den. Prüft man die Quellen dieser Artikel, stellt man schnell fest, dass über­wiegend Sekundär­lit­er­atur ver­wen­det wird. Dabei kom­men aber Ein­schätzun­gen bes­timmter Autoren zum Tra­gen. Die schein­bare „Objek­tiv­ität“ gilt es mit „Vielfalt“ und „Mul­ti­per­spek­tiv­ität“ zu durch­brechen. Auch Quellen helfen hier.

Phase 2: Aussortieren

  1. Im Find­ungs- und For­mulierung­sprozess hil­ft vor allem Reduk­tion. Man kann seine Texte auf 120 Zeichen reduzieren (wie bei Twit­ter) oder Über­schriften finden.
  2. Mit Pow­er­point, Keynote, Open Office Impress etc. wird der Vor­trag unterstützt.
  3. Es wer­den keine Texte vorge­le­sen, son­dern lediglich Bilder gezeigt. Ziel ist es nicht, das Bild zu erk­lären oder den Vor­trag zu illus­tri­eren. Vielmehr sollen die Bilder anre­gen, ver­tiefen oder Wider­spruch erzeugen.
    Auf Meta-Ebene soll Freude, Spaß, Diskur­siv­ität und Dynamik im Vor­trag gener­iert werden.
  4. Die Präsen­ta­tion wird so eingestellt, dass max­i­mal 20 Bilder gezeigt wer­den und jedes Bild für 20 min ste­ht. Dann wird automa­tisch weitergeschaltet.

Phase 3: Der Vortrag

  1. Vor der Präsen­ta­tion ist zu prüfen, ob Rech­n­er, Tablet oder Smart­phone laufen und die Kon­nek­tiv­ität mit dem Beam­er sichergestellt ist. An ein­er inter­ak­tiv­en Tafel muss der USB-Stick erkan­nt und zuge­lassen sein. Prüfen Sie auch Beein­träch­ti­gun­gen durch Sonnene­in­strahlung und Blendeffekte.
  2. Aufre­gung und Lam­p­en­fieber ver­hin­dern ein sicheres Auftreten. Deshalb ist es notwendig, den Vor­trag zu mehrfach üben und sich kon­struk­tives Feed­back zu organisieren.
  3. In Kon­takt mit sich sel­ber ste­hen, sich gut fühlen und von dem überzeugt sein, was man erar­beit­et hat: Wenn diese drei Kom­po­nen­ten gegeben sind, ist sehr viel für einen überzeu­gen­den Vor­trag gegeben.

Podcast

Ein Pod­cast beze­ich­net landläu­fig eine Serie von meist abon­nier­baren Audio­dateien über das Inter­net. Im schulis­chen Kon­text verän­dert sich dieses For­mat. Jet­zt beze­ich­net es das mit­geschnit­tene, manch­mal auch readak­tionell bear­beit­ete Gespräch zwis­chen min­destens zwei Per­so­n­en. Die Nähe zum Inter­view ist deutlich.

Zur Erstel­lung der Audio­dateien für einen Pod­cast gibt es mehrere Wege:

Zum einen kann man Audio­ma­te­r­i­al live mit einem Auf­nah­megerät, z.B. dem Smart­phone aufze­ich­nen. Alter­na­tiv sind auch Com­put­er mit Tonein­gang und Mikro­fon beziehungsweise Head­set ver­wend­bar. Für eine redak­tionelle Bear­beitung eignen  sich Audioschnittpro­grammes wie etwa der freie Audioed­i­tors Audac­i­ty. So  kön­nen Gespräche direkt am PC aufgenom­mem und mit Geräuschen und Musik zu einem Beitrag zusam­mengeschnit­ten werden.

In Verbindung mit einem Blog kön­nen die Audio­dateien veröf­fentlicht, Hin­weise (Shownotes) und Links schriftlich angezeigt und von den Hörerin­nen und Hör­ern kom­men­tiert und ergänzt werden.


Ein Beispiel für ein Lernarrangement

Die Menschlichkeit Jesu zwischen Zuspruch und Anspruch

Ich finde, es ist komisch, denn die Lehren Christi scheinen mir sehr bes­timmt unseren natür­lich Instink­ten zu wider­sprechen. Im Wesentlichen beste­hen unsere natür­lichen Instink­te darin, sich um uns selb­st zu küm­mern und ego­is­tisch zu sein … und auch gewalt­tätig zu wer­den, wenn wir müssen.

Aber eine andere Sache, die ich an Chris­tus aus­ge­sprochen mag, ist sein Mit­ge­fühl für men­schliche Schwäche. Er ist in dem Sinne kein rich­t­en­der Gott; es ist ja bekan­nt, dass er mit dem Abschaum herumhing …

Moby, 2000

Zitiert nach Albrecht Geck, Ist der Men­sch noch zu ret­ten, Göt­tin­gen 2005, S.59.


Arbeitsauftrag

Lies bis  zum … die Berg­predigt: Mt 5,1 – 7,28.

Das Lesetagebuch

  1. Führe für die Lek­türe ein unter­stützen­des Lesetagebuch.
  2. Erset­ze die Über­schriften zu den Perikopen der deutschen Bibelaus­gabe durch eigene inter­pretierende Titel. So wird sich eine bzw. deine eigene Deu­tungslin­ie entwickeln.
  3. Erläutere die Titel­wahl zu jed­er Perikope mith­il­fe von Fra­gen, Ideen, Assozi­a­tions­ket­ten etc.
  4. Das Lese­tage­buch wird in einem dig­i­tal­en oder analo­gen Textfor­mat übergeben.

Performative Interpretation

Inter­pretiere eine aus­gewählte Perikope in einem frei gewählten For­mat so, dass Zus­pruch und Anspruch gle­icher­maßen in den Blick der Gegen­wart (vgl. Huber) ger­at­en, z.B. als

  • Lied
  • Klang­col­lage
  • Dia­log im Rollenspiel
  • Ani­ma­tions­film
  • Pod­cast
  • Boden­bild
  • Diashow
  • waseuchauchim­mere­in­fällt.

Lesehilfe

Eine kurze Erläuterung/Lesehilfe (1,5 Seit­en A4) kom­plet­tiert das Set der Gestaltungsidee.

Erwartet wer­den …

06 Punk­te wer­den erre­icht, wenn das Tage­buch erstellt, Titel vergeben und deu­tende Kom­mentare notiert sind.
Und wenn die Gestal­tungsidee als Entwurf vorliegt.

11 Punk­te wer­den erre­icht, wenn die Titel einen Zusam­men­hang erken­nen lassen, der dynamisch in die Gestal­tungsidee führt, wenn Fra­gen der Gegen­wart und regionale Bezüge aufgenom­men sind und wenn das Grundthe­ma „Die Men­schlichkeit Jesu zwis­chen Zus­pruch und Anspruch” deut­lich wird.

Vom Töten

Tran­skript zum Gespäch 04:59 – 08:15
Und dann kommt: Ich aber sage euch … Und da finde ich jet­zt inter­es­sant, dass er ja einen extrem krassen Kon­trast set­zt zu “Du sollst nicht töten. Wer aber tötet, der soll des Gerichts schuldig sein.” Was die Alten eben gesagt haben. Und er nun sagt … Also er baut das nun so auf: “Wer mit seinem Brud­er zürnt, der ist des Gericht­es schuldig”, das ist das­selbe qua­si wie Töten. Also das scheint man ja noch als plau­si­bel anzuerken­nen, dann kommt aber: “Wer aber zu seinem Brud­er sagt: Raka!, der ist des Rates schuldig”, also des Ältesten­rates, wie wir schon gesagt haben, ver­mut­lich. Und dann: “Wer aber sagt: Du Narr!, der ist des höl­lis­chen Feuers schuldig, und eben diese Steigerung , dass er dann ja im Prinzip , wenn man dann auch das Gebot mit ein­bezieht “Wenn du zu jeman­den ‘Du Narr!’ sagst, bist du des höl­lis­chen Feuers schuldig”. Wenn du wen tötest, nur des Gericht­es. Also ich will das Gericht hier jet­zt nicht run­ter­spie­len, sicher­lich ist das dann auch eine gerechte Gerichts­barkeit, aber ich finde das schwierig, das plau­si­bel auszulegen.

Aber er sagt ja nicht: “Du sollst nicht töten, wer aber tötet soll des Gericht­es schuldig sein.” Er stellt ja dar, das ist das, was die Alten sagen. Und das finde ich auch unglaublich span­nend generell an den Perikopen, dass er da sehr klar immer diese Gegen­sätze zieht mit “Ihr habt …” also mit diesem Par­al­lelis­mus am Anfang “Ihr habt gehört …” Und dann sagt er “Ich aber sage euch …” Und da ist immer dieser Wider­spruch, den er da darstellt. Das finde ich sehr inter­es­sant. Und was ich unglaublich schwierig für die Inter­pre­ta­tion dieser Perikope finde, ist, dass er, sie heißt zwar “Vom Töten” und er fängt auch an mit diesem “Vom-Töten-Zitat”, aber dann redet er gar nicht über das Töten. Das bere­it­et mir einiges Kopfzerbrechen.

Also ich finde diese Abstu­fung in der Bestra­fung gar nicht so schwierig. So wie ich das sehen würde, ist eben “Wer mit seinem Brud­er zürnt, der ist des Gericht­es schuldig”, das ist halt so mehr oder weniger ein Gewaltver­brechen, muss ja jet­zt nicht unbe­d­ingt “tot” sein. Aber das ist halt etwas Weltlich­es, was dann eben durch die Gerichts­barkeit dort bestraft wird. Er schreibt auch nicht vor, wie es bestraft wird, eben bloß durch ein Gericht und dann: “Wer zu seinem Brud­er sagt: Raka!, also wer mit ihm in einem Wort­ge­fecht ist, der ist des Rates schuldig und “des Rates” ist dann ja nicht mehr so eine weltliche gerichtsmäßige Insti­tu­tion, son­dern es ist eher eine moralis­che Insti­tu­tion, also dass sich er (Jesus, A.d.R.) hier auf ein­er moralis­chen Ebene befindet …

Um hier noch mal dazwis­chen zu grätschen: Also wir haben hier in der Über­set­zung Raka. In der Ein­heit­süber­set­zung heißt es eben direkt “Du Dummkopf”, was noch mal klar­er ist.

Ähm. Dass hier eben auf der moralis­chen Ebene stat­tfind­et und dass sich das inner­halb der Gesellschaften, dass das so geeinigt wer­den muss und “Wer aber sagt: Du Narr”, sich also klar über den stellt und sich über ihn lustig macht, “der ist des höl­lis­chen Feuers schuldig.” Das würde ich so sehen, dass er das mit sich selb­st vere­in­baren muss, dass es eine moralis­che Frage ist, die man sich selb­st stellen muss.

Fomuliere Deine These oder Argu­men­ta­tion zum Argu­men­ta­tion­s­gang mith­il­fe der Kommentarfunktion.

Kahoot!

Kahoot! bietet einen spielerischen Zugang zu The­men und Fragestel­lun­gen. Klas­sisch wird auf diese Weise zuvor erar­beit­etes Wis­sen abge­fragt. Inter­es­san­ter und didak­tisch sin­nvoller ist jedoch die Ver­wen­dung im Kon­text von Lern­stand­ser­he­bung oder meta-reflex­iv­en Unterrichtsphasen.

Die Nutzung ist kosten­los, lediglich die Mod­er­a­torin oder der Mod­er­a­tor muss sich auf der Seite anmelden. Bei der Durch­führung des Spiels erhal­ten die Mod­er­a­toren eine Zugangs-Pin, mit der die Umfrage oder das Quiz gefun­den wird bzw. wodurch man teil­nehmen kann.

Öffentliche Kahoot!s kön­nen über die Such­funk­tion gefun­den und gespielt wer­den. Mit geringem Aufwand kön­nen eigene Fra­gensets erstellt wer­den, die wiederum pri­vat oder öffentlich gespe­ichert werden.

Im Spiel arbeit­en mehrere Geräte zusam­men, voraus­ge­set­zt, die Smart­phones sind online. Zusam­men bilden sie eine Spielgruppe.

Der Haupt­mon­i­tor bzw. das Beam­er­bild muss für alle Mit­spielerin­nen und Mit­spiel­er sicht­bar sein. Gezeigt wird die Frage und mögliche Antwor­top­tio­nen. Von diesen Antworten kön­nen eine oder mehrere Antworten zutr­e­f­fen. Die verbleibende Zeit wird angezeigt, wobei dieses Zeit­fen­ster zur­vor fest­gelegt wer­den kann.

Die Smart­phones der Teil­nehmenden bzw. der Teams zeigen vier Felder mit den Far­ben und Sym­bol­en der vorgegebe­nen Antworten. Um eine Antwort auszuwählen, wird die entsprechende Farbe angeklickt.

Für kor­rek­te Antworten erhal­ten Mit­spiel­er bzw. jedes Team in Abhängigkeit von der Zeit Punk­te. Wenn eine eigene Kahoot! erstellt wurde, beste­ht die Möglichkeit, keine Punk­te zu vergeben, entsprechend min­imiert sich der Wettbewerbscharakter.

Kahoot kann als App im App­store oder bei Google­Play geladen wer­den. Alter­na­tiv ver­wen­den Sie einen Brows­er und geben ein­fach kahoot.it ein.

Ein Lernarrange­ment, in der eine Kahoot im Kon­text ein­er Lern­stand­ser­he­bung zur Anwen­dung kommt -> http://webcompetent.org/weihnachten-2117-familie-ist/

Etherpad

Ether­pad ist ein online ver­füg­bares Textbear­beitung­spro­gramm zur kol­lab­o­ra­tiv­en Erstel­lung und Bear­beitung von Tex­ten. Mit Ether­pad kön­nen mehrere Per­so­n­en gle­ichzeit­ig ein Textdoku­ment bear­beit­en. Ein­träge oder Verän­derun­gen sind für alle Teil­nehmenden sofort sicht­bar. Durch eine ein­fache Ein­stel­lung wer­den die Änderun­gen far­blich den ver­schiede­nen Bear­beit­ern oder Bear­beitungs­grup­pen zugeordnet.

Die Bear­beit­er müssen sich nicht anmelden. Wer die Adresse ken­nt, kann das Pad bear­beit­en. Die Bear­beitung ist nur online möglich.

Jedes Doku­ment besitzt eine fest vergebene Adresse. Nur bei Ken­nt­nis dieser URL kann das Pad einge­se­hen und bear­beit­et wer­den. Der bear­beit­ete Text wird in kurzen Zeitab­stän­den automa­tisch durch den Serv­er gespe­ichert. Darüber hin­aus kann jede Autorin und jed­er Autor einen bes­timmten Bear­beitungs­stand expliz­it spe­ich­ern. Über eine Chronolo­gie kann jed­er Bear­beitungs­stand für jeden Zeit­punkt nachvol­l­zo­gen werden.

Das Doku­ment kann u.a. als ein­fach­er Text, HTML, oder Word-Doku­ment auf dem eige­nen Rech­n­er gespe­ichert wer­den. Copy & Paste ist eben­falls jed­erzeit möglich.

Die meis­ten öffentlichen Ether­pad-Serv­er sind so ein­gerichtet, dass nichts gelöscht wird bzw. von den Nutzern nicht ohne weit­eres gelöscht wer­den kann.

Für den Unter­richt eignen sich die Ange­bote von https://yourpart.eu/, eine Plat­tform der Deutschen Kinder- und Jugend­s­tiftung. Alter­na­tiv bietet sich https://zumpad.zum.de/ auf dem Lehrerfort­bil­dungsserv­er Baden-Würt­tem­bergs an.

Blog

Der oder das Blog ist keine dig­i­tale Meth­ode oder ein dig­i­tales Tool. Vielmehr dient es der Auf­nahme, Spiegelung und Sicherung größer­er Lern­be­we­gun­gen und inte­gri­ert im reli­gion­späd­a­gogis­chen Kon­text dig­i­tale und analoge Äußerun­gen. Es bietet Raum für reflex­ive, beurteilende und gestal­ter­ische Beiträge. Man kann sagen, dass mit einem Blog, die analo­gen For­men koop­er­a­tiv­en Ler­nens fort­geschrieben wer­den können.

Damit kann der oder das Blog als ein online geführtes und damit meist öffentlich ein­se­hbares Tage­buch oder Port­fo­lio ver­standen wer­den. Das gilt zumin­d­est für jour­nal­is­tisch geführte Blogs. In päd­a­gogis­chen Prozessen ist es zumeist sin­nvoll, die Aktiv­itäten nicht durch Such­maschi­nen index­ieren zu lassen oder die Inhalte nur angemelde­ten Nutzern zu zeigen.

Einzelne Per­so­n­en oder auch Lern­grup­pen kön­nen Ein­träge vornehmen, Aufze­ich­nun­gen notieren, Lern­ergeb­nisse fes­thal­ten, Recherche­ma­te­ri­alien sam­meln, bew­erten und Reflex­io­nen fes­thal­ten. Häu­fig spiegelt das Blog die chro­nol­o­gis­che Rei­hen­folge des Arbeit­sprozess­es über Beiträge oder Kommentare.

Weil Blogs auch als Con­tent-Man­age­ment-Sys­teme (CMS) bzw. Inhaltsver­wal­tungssys­teme ver­standen wer­den kön­nen, ist es möglich, den Besuch­ern oder Benutzern des Blogs unter­schiedliche Rechte zu geben. So ist es beispiel­sweise möglich, dass nur Lehrkräfte Beiträge erstellen und Schü­lerin­nen und Schüler lediglich über die Kom­men­tar­funk­tion inter­agieren. Erweit­ert man die Rechte, dann kön­nen auch Schü­lerin­nen und Schüler Beiträge schreiben und veröf­fentlichen, Online-Medi­en präsen­tieren und in Kle­in­grup­pen oder im Plenum Rück­mel­dun­gen und Feed­back verfassen.

Für reli­gion­späd­a­gogis­che Zusam­men­hänge und das Ler­nen im Reli­gion­sun­ter­richt eignet sich die von der EKD unter­stützte und durch das Come­nius-Insti­tut bere­it gestellte Plat­tform https://rpi-virtuell.de.

Hier ist es möglich, in weni­gen ein­fachen Schrit­ten ein sicheres mul­ti­funk­tionales Blog daten­schutzkon­form einzuricht­en -> https://blogs.rpi-virtuell.de/.

Noch ein­fach­er, opti­maler und sicher­er sind die im Funk­tion­sum­fang reduzierten geschlosse­nen Lern­räume dieser Plat­tform -> https://gruppen.rpi-virtuell.de/

 

Lerntempo-Duett

Beim Lern­tem­po-Duett teilen Schü­lerin­nen und Schüler wech­sel­seit­ig Infor­ma­tio­nen und Wissen. 

Dabei kann mit indi­vidu­ellem Lern­tem­po gear­beit­et wer­den. Zu den Infor­ma­tio­nen und Wis­senbestän­den wer­den Visu­al­isierun­gen erar­beit­et, mit deren Hil­fe die kom­plexe Zusam­men­hänge erläutert werden.

Die Meth­ode gener­iert auf ein­fache Weise Optio­nen der inneren Dif­feren­zierung. Jedes Mit­glied der Lern­gruppe ist wech­sel­seit­ig Experte und Ler­nende oder Ler­nen­der. Die Sozialkom­pe­ten­zen kön­nen erweit­ert wer­den. Je nach Pla­nung, Kom­plex­ität und Anspruch der Auf­gaben sind min­destens 25 min anzuset­zen. Voraus­ge­set­zt wird ein gutes Lernklima.

Phase 1: Lernen in Einzelarbeit

  1. Die Lern­gruppe wird geteilt und mit zwei unter­schiedlichen Tex­ten auges­tat­tet. In dieser Phase arbeit­en die Schü­lerin­nen und Schüler in ihrem eige­nen indi­vidu­ellen Tempo.
  2. Die Gedankengänge, Inhalte oder Prob­lem­la­gen des Textes wer­den grafisch visualisert.
  3. Nach indi­vidu­ellem Abschluss der Phase wird die Bere­itschaft zur Koop­er­a­tion signalisiert.
  4. Es find­en sich Lern-Duette mit annäh­ern­der Lese- und Gestaltungsgeschwindigkeit.

Phase 2: Lernen im Expertenpaar

Die Gedankengänge, Inhalte oder Prob­lem­la­gen des Textes wer­den mith­il­fe der Visu­al­isierun­gen gegen­seit­ig erklären.

Phase 3: Lernen in Einzelarbeit

  1. Der jew­eils andere Text wird gelesen.
  2. Die Bere­itschaft zur Koop­er­a­tion wird signalisiert.
  3. Schü­lerin­nen und Schüler mit annäh­ern­der Lerngeschwindigkeit bilden Lernduette.

Phase 4: Lernen im Expertenpaar

  1. Per­so­n­en mit annäh­ern­der Lerngeschwindigkeit kooperieren.
  2. Zusät­zliche Auf­gaben ver­tiefen das Ver­ständ­nis und Zusam­men­hänge bei­der Texte.

Phase 5: Plenum

Auswer­tung im Plenum

Ein Lapbook entwickeln

Lap­books beze­ich­nen selb­st­gestal­tete Klapp­büch­er, die als eine Art Port­fo­lio ver­standen wer­den können.

In einem aufk­lapp­baren Umschlag oder auf einem gefal­teten A3-Bogen find­en sich ver­schiedene Arten von Schubladen, aufgek­lebten Kar­tons, Briefum­schläge, Lep­orel­lo-Ele­mente und gehefteter Papp­scheiben, Sprech­blasen, Post-Its etc.

Alle diese Ele­mente sam­meln und enthal­ten wichtige Infor­ma­tio­nen zu einem The­ma und zeigen dabei in Abschnit­ten oder Run­den (laps) die Inter­essen, Nei­gun­gen und Fra­gen der einzel­nen Schü­lerin­nen und Schüler.

Das The­ma wird zumeist durch den Unter­richt bes­timmt. Inhaltlich sind die Schü­lerin­nen und Schüler dann frei. Die Her­aus­forderung beste­ht in der Reduk­tion und Gestal­tung der Infor­ma­tio­nen. Jedes Lap­book ist einzigartig.

Phase 1: Informationen recherchieren

Die Schü­lerin­nen und Schüler sam­meln in Kle­in­grup­pen oder indi­vidu­ell Infor­ma­tio­nen zur Fragestel­lung oder zur The­matik. Zu Beginn kann es hil­fre­ich sein, wenn die Lehrkraft Mate­ri­alien wie Texte und Bilder an Sta­tio­nen oder mith­il­fe ein­er Info-Bar zur Ver­fü­gung stellt. Später kön­nen auch Lehrbüch­er, die Wikipedia oder das Inter­net herange­zo­gen wer­den. Auf­gabe ist es immer, wichtige Aspek­te und Infos zu find­en, zu fil­tern und zu reduzieren.

Phase 2: Gestalten

Der Rah­men, Umschlag oder A3-Bogen muss sogfältig geplant und struk­turi­ert wer­den. Texte kön­nen hand­schriftlich und gedruckt beige­fügt wer­den. Bilder kön­nen aus­geschnit­ten oder aus­ge­druckt wer­den. YouTube-Filme lassen sich über QR-Codes ein­binden. Sinns­tif­tend ist mit Über­schriften zu arbeiten.

Phase 3: Präsentieren

Für die Präsen­ta­tion bietet sich ein Galer­ie­gang an. So nimmt die gesamte Lern­gruppe jedes Lap­book wahr und kann kon­struk­tives und wertschätzen­des Feed­back geben. Der Fokus soll in dieser Phase nicht allein bei den Präsen­tieren­den und ihrem Pro­dukt liegen, son­dern auch bei den Gästen bzw. der Gruppe. Mit einem geeigen­ten Fragekat­a­log kön­nen die Lap­books Impuls­ge­ber für neue Fragerich­tun­gen werden.

  • Das gefällt mir an diesem Lapbook …
  • Das ist mir neu …
  • Das habe ich nur hier gesehen …
  • Dieses Moment habe ich auch dort ent­deckt, aber mit fol­gen­der Überschrift …
  • Dieses Lap­book bringt mich auf diesen Gedanken …
  • Das löst in mir fol­gende Fra­gen aus …
  • Darüber wüsste ich gern mehr …

 

 

Texte erschließen

Texte zu erschließen ist für Schü­lerin­nen und Schülern von Beginn der Grund­schule an eine her­aus­fordernde Auf­gabe. In den weit­er­führen­den Schulen gewin­nen die Texte an Kom­plex­ität und die Vielfalt der Gat­tun­gen nimmt zu. Darüber hin­aus müssen sie zunehmend selb­ständi­ger Texte erschließen und dabei inhaltliche, for­male und rhetorische Kriteren berück­sichti­gen. Dabei darf die Lust am Lesen nicht ver­loren gehen oder zumin­d­est muss die Sinnhaftigkeit der Tex­tar­beit plau­si­bel dargestellt werden.

Deshalb ist es notwendig, Texte mit kri­tis­ch­er Dis­tanz wahrzunehmen, um nicht ein­fach der ersten Idee oder einem Nebengedanken zu fol­gen. Die Lehrkraft stellt den Schü­lerin­nen und Schülern die fol­gen­den  Schritte zur effek­tiv­en Tex­ter­schließung vor. Diese kön­nen mith­il­fe ein­er Folie erläutert, anhand von Beispiel­tex­ten erschlossen und anschließend zur Sicherung im Hefter gesichert oder als Plakat im Klassen­raum aus­ge­hängt werden.

Phase 1: Den Text in den Fokus rücken

Der dra­matur­gis­che Ort der Lek­türe inner­halb der Stunde muss plau­si­bel gewählt wer­den. Die Anmod­er­a­tion dient der Moti­va­tion: Lust auf Lesen und Spaß auf den Aus­tausch über das Gelesene.

Phase 2: Die Text wahrnehmen

Die Schü­lerin­nen und Schüler lesen den Text mehrfach. Dabei ist es von Vorteil, wenn unter­schiedliche For­men der Lek­türe ver­wen­det wer­den: Laut lesen, in Paaren lesen und zuhören, durch mehrere Schü­lerin­nen und Schüler in Abschnit­ten lesen, beim Vor­lesen den Text mit dem audiorecorder des Handys mitschnei­den und danach erneut hören etc.

Phase 3: Den ersten Eindruck artikulieren

Die Schü­lerin­nen und Schüler for­mulieren erste Gedanken, Gefüh­le, assozia­tive Ideen­ket­ten. Ein „Falsch“ oder „Richtig“ gibt es hier nicht. In der Sprache fehlern in dieser Phase alle For­men von Bewertung.

Phase 4: Den Text mit eigenen Worten wiedergeben

Die Schü­lerin­nen und Schüler verge­gen­wär­ti­gen sich den Text, indem sie ihn mit eige­nen Worten nacherzählen.

Phase 5: Eine erste Deutung formulieren

Die Schü­lerin­nen und Schüler for­mulieren frei, worum es im Text geht und find­en einen eige­nen Arbeit­sti­tel für den Text.

Phase 6: Hintergrundinformationen verarbeiten

Die Schü­lerin­nen und Schüler ziehen Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen zum Text her­an, um ihre Deu­tung zu präzisieren bzw. zu ver­tiefen. Dazu recher­chieren sie zur Autorin oder zum Autor und greifen auf die jew­eilige Biografie zurück. Sie suchen und analy­sen for­male Kriteren des Textes und bes­tim­mem u.a. die Textgat­tung und deren Ver­wen­dungszweck. Sie informieren sich zur Wirkungs­geschichte bzw. sondieren das Vorkom­men und die Ver­weisebe­nen auf dig­i­tal­en Plat­tfor­men und den sozialen Netzwerken.

Phase 7: Zwischenergebnisse sichern

Die Zwis­ch­en­ergeb­nisse wer­den schriftlich fix­iert und gesichert.

Phase 8: Vertiefend gestalten

Die Infor­ma­tion zum Text und abgeleit­ete indi­vidu­ellen Deu­tun­gen wer­den in einen anderen Kanal über­führt und mith­il­fe ein­er kreativ­en Meth­ode gestal­tet. auf diese Weise wird der Text wird eine ver­tiefte Auseinan­der­set­zung und Inter­pre­ta­tion erreicht.

Phase 9: Ergebnisse präsentieren

Die Schü­lerin­nen und Schüler präsen­tieren ihre Ergeb­nisse und geben sich gegen­seit­ig wertschätzen­des Feedback.

Zielangabe

Damit Schü­lerin­nen und Schüler ver­ste­hen und einord­nen kön­nen, was und wie sie ler­nen, müssen die Ziele und Struk­turen ein­er Sequenz im Vor­feld grob vorgestellt wer­den. Dies gilt noch viel mehr für den jew­eili­gen Stun­den­ver­lauf. Die Lehrkräfte behal­ten dadurch im Prozess des Unter­richt­ens die notwendi­ge Über­sicht und Sicherheit.

Die Phasen des Unter­richts wer­den mith­il­fe von Karteikarten und Mag­neten an der Tafel vorgestellt. Alter­na­tiv kann dies auch mit Krei­de, auf ein­er Folie  oder einem pro­jezierten Bild geschehen. Durch Abhak­en erledigter Schritte oder Abnehmen bear­beit­eter Phasen wird der Lern­fortschritt angezeigt.

Die Schü­lerin­nen und Schüler als auch die Lehrkräfte kön­nen durch dieses trans­par­ente Vorge­hen meta-reflex­iv beurteilen und for­mulieren, ob am Ende der Stunde die angekündigten Ziele erre­icht wur­den, welche Momente das Ler­nen unter­stützte oder brem­ste und wie der Lern­prozess plau­si­bel fort­ge­set­zt wer­den kann.

Die trans­par­ente Darstel­lung der geplanten und erre­icht­en Unter­richtsstruk­turen und ‑ziele unter­stützt die Ler­nen­den bei der Über­nahme von Ver­ant­wor­tung für die eige­nen Lernprozesse.

Einer bleibt — Drei gehen

Der Zugang „Ein­er bleibt — Drei gehen“ oder „One Stay — Three Stray“ zielt auf eine diskur­sive Auseinan­der­set­zung zu einem kon­tro­ver­sen The­ma. Die Meth­ode unter­stützt die Aus­bil­dung von Kom­mu­nika­tions- und Beurteilungskompetenzen.

Phase 1: Erarbeiten

Die Schü­lerin­nen und Schüler erar­beit­en sich in Kle­in­grup­pen von vier Per­so­n­en eine Posi­tion mith­il­fe von unter­schiedlichen Mate­ri­alien, Medi­en und möglichst klaren Aufgabenstellungen.

Die Essen­tials wer­den schriftlich festgefalten.

Phase 2: Sich trennen

Jedes Grup­pen­mit­glieder erhält eine Num­mer von 1 bis 4.

Die Per­son mit der Num­mer 1 geht einen Tisch im Uhrzeigersinn weit­er. Per­son 2 geht zwei Tis­che im Uhrzeigersinn weit­er und Per­son 3 geht drei Tis­che im Uhrzeigersinn weiter.

Die Per­son mit der Num­mer 4 bleibt am Tisch. Sie ist Ansprech­part­ner­in für die Nachbargruppen.

Phase 3: Im Gespräch mit anderen

Die Kle­in­grup­pen tauschen sich über ihre Ergeb­nisse, Posi­tio­nen und Denkwege aus. Die wesentlichen Beiträge der anderen Grup­pen wer­den eben­falls schriftlich notiert.

Phase 4: Die Rückkehr

Die drei Teil­nehmerin­nen und Teil­nehmer kehren an ihren Aus­gangstisch zurück und teilen miteinan­der, was sie von den anderen Grup­pen erfahren und gel­ernt haben. Die Ergeb­nisse wer­den schriftlich fixiert.

Lernspirale

Die Lern­spi­rale unter­stützt zum einen die Aus­bil­dung indi­vidu­eller Kom­pe­ten­zen und fördert gle­ichzeit­ig soziale Fähigkeit­en. Durch wech­sel­nde Phasen weit­en sich die Reflexionshorizonte.

Phase 1: Einzel- oder Stillarbeit

Die Schü­lerin­nen und Schüler erschließen sich indi­vidu­ell Texte, Bilder, Prob­leme oder Fragestel­lun­gen. Sie lösen ganz konkrete Auf­gaben­stel­lung. Die Ergeb­nisse wer­den schriftlich festgehalten.

Phase 2: Partnerarbeit

In Aus­tausch mit der Nach­barin oder einem Zufallspart­ner wer­den die eige­nen Ergeb­nisse und Lösungen gegen­seit­ig präsen­tiert, ergänzt und überarbeitet.

Phase 3: Gruppenarbeit

Im wech­sel­seit­i­gen Aus­tausch wer­den in größeren Grup­pen von drei bis fünf Schülerinnen und Schülern die Ergeb­nisse aus der Part­ner­ar­beit vorgestellt. Die Gruppe ver­ständigt sich auf zen­trale Ergeb­nisse, The­sen oder Infor­ma­tio­nen. Gemein­sam wird eine Gruppenpräsentation vorbereitet.

Phase 4: Präsentation im Plenum

Die einzelne Grup­pen­mit­glieder stellen der Lern­gruppe die erar­beit­eten Ergeb­nisse vor.

Think — Pair — Share

Die Meth­ode Think-Pair-Share unter­stützt im Kern das koop­er­a­tive Ler­nen. Dabei wird in drei Phasen gearbeitet.

Didaktische Hinweise

Dieser method­is­che Zugang sorgt dafür, dass sich indi­vidu­elle und koop­er­a­tive Lern­phasen abwech­seln. In den indi­vidu­ellen Phasen erar­beit­en sich die Schü­lerin­nen und Schüler The­men, Auf­gaben­stel­lun­gen und Fra­gen selb­ständig. In den koop­er­a­tiv­en Phasen wer­den die Zwis­ch­en­ergeb­nisse reflektiert.

Aud diese Weise kön­nen ein­fache und kom­plexe Zusam­men­hänge erschlossen wer­den. Die Schü­lerin­nen und Schüler wer­den in hohem Maße aktiviert. Die Entwick­lung und Aus­d­if­feren­zierung sozialer Kom­pe­ten­zen wird stark unterstützt.

Notwendig sind dabei sehr klare Auf­gaben­stel­lun­gen seit­ens der Lehrkraft, ein trans­par­entes Vorge­hen und eine Phase inten­siv­en Einübens.

Phase 1: Think

Zunächst wird die Auf­gaben­stel­lung indi­vidu­ell gelöst. So kön­nen Texte, Grafiken, Bilder und Video­clips erschlossen wer­den. Am Ende dieser Phase muss jede Schü­lerin und jed­er Schüler seine Ergeb­nisse ein­er Part­ner­in oder ein­erm Part­ner vorstellen kön­nen. Für das Zeit­fen­ster sind 5–10 min einzuplanen.

Phase 2: Pair

Die Schü­lerin­nen und Schüler find­en sich in Zweier-Teams und tauschen sich gegen­seit­ig über ihre Ergeb­nisse aus. Dabei wer­den wech­sel­seit­ig schriftliche Noti­zen ange­fer­tigt. Es entste­hen qua­si Mini-Interviews.

Am Ende sollen sowohl die eige­nen Ergeb­nisse als auch die der Part­ner­in oder des Part­ners vorgestellt wer­den kön­nen. Für das Zeit­fen­ster sind 5–10min einzuplanen.

Phase 3: Share

Die Ergeb­nisse wer­den in größeren Grup­pen vorgestellt. Die einzel­nen Grup­pen ver­suchen aus den einzel­nen Beiträ­gen einen Vor­trag vorzu­bere­it­en, der durch ein Plakat oder PPT- Folien unter­stützt wird.

Alter­na­tiv kann der Aus­tausch bzw. Präsen­ta­tion der Grup­pen­ergeb­nisse im Plenum stat­tfind­en. Auch kann nach der Part­ner­ar­beit die Share-Phase mit der gesamten Klasse fol­gen (10–20 min).

Sicherung

Im Anschluss an die Share-Phase muss die Lehrkraft die Ergeb­nisse der einzel­nen Grup­pen zusam­men­zuführen und die Ergeb­nisse sichern.

Platzdeckchen

Die Meth­ode „Platzdeckchen“ oder „Place­mat“ ini­tiert koop­er­a­tives Arbeit­en, erzeugt Ver­gle­ich­barkeit von Ergeb­nis­sen und fördert Präsentationsfähigkeiten.

Phase 1: Vorbereitung

Die Schü­lerin­nen und Schüler teilen sich in Vier­er- oder Dreier­grup­pen. Jede Gruppe erhält so viele Bögen Papi­er (A4/A3 oder größer), wie in der Gruppe mitwirken plus ein einen weit­eren Bogen für die Präsen­ta­tion­sphase (Phase 4).
Jede Schü­lerin und jed­er Schüler hat einen eige­nen Bogen vor sich. Der Bogen für die Grup­pe­nar­beit­sphase liegt in der Mitte.

Phase 2: Individuelle Erschließung

Die Schü­lerin­nen und Schüler notieren ihre Gedanken, Assozi­a­tio­nen oder Fra­gen zu einem The­ma oder ein­er Auf­gaben­stel­lung indi­vidu­ell auf ihrem Bogen. Dazu braucht es eine Phase der Stille. Auf diese Weise kön­nen auch Bilder, Kurz­filme, Sach­texte oder bib­lis­che Geschicht­en erschlossen werden.
Manch­mal ist es hil­fre­ich, wenn für diese Phase die konkreten Arbeit­saufträge schriftlich for­muliert und beigegeben werden.

Phase 3: Reflexion und Fortschreibung

Die Grup­pen­mit­glieder reichen ihre Bögen im Uhrzeigersinn weit­er. Sie nehmen die Ergeb­nisse der anderen wahr, ver­gle­ichen sie und tauschen sich dazu aus.
Im Anschluss kön­nen die eige­nen Ergeb­nisse kor­rigiert und erweit­ert wer­den. Wider­sprüche, Span­nun­gen oder Prob­leme müssen disku­tiert werden.

Phase  4: Zentrale Ergebnisse sichern

Die zen­tralen Ergeb­nisse der Reflex­ion­sphase wer­den auf dem gemein­samen Grup­pen­bo­gen festgehalten.

Phase 5: Präsentation

Die Gruppe bes­timmt eine Sprecherin oder Sprech­er. In Absprache wer­den die Ergeb­nisse der Grup­pe­nar­beit vorgestellt, wobei im Kern die Ergeb­nisse des zen­tralen Bogens stehen.
Hier­her gehören aber auch Wahrnehmungen zum Diskus­sions- und Find­ung­sprozess (Phase 3).

Alter­na­tiv und abhängig von Raum- und Grup­pen­größe kann es einen Rundgang zu den einzel­nen Grup­pen geben. Aus dem Plenum kön­nen dann Rück­fra­gen for­muliert und die eige­nen Ergeb­nisse vorgestellt werden

Bildbetrachtung

Mit dieser Meth­ode kann ein Bild oder Foto sys­tem­a­tisch erschlossen wer­den. Erste Über­legun­gen zur Deu­tung und Inter­pre­ta­tion wer­den angelegt.

  1. Die Schü­lerin­nen und Schüler schließen die Augen und merken sich die Details, die ihnen beim ersten Betra­cht­en auffallen.
  2. Dann wer­den weit­ere Details des Bildes benan­nt, ohne diese zu deuten: „Ich sehe …“
  3. Fra­gen nach Far­ben, Licht, Kon­trast und For­men wer­den geklärt.
  4. Über­legun­gen zu Hin­te­grund und Fokus schließen sich an.
  5. Zusatz­in­for­ma­tio­nen zu Kün­stlern, ihren Biografien, Entste­hungszeit, typ­is­chen Motiv­en und kun­sthis­torisch­er Einord­nung ergänzen die Überlegungen.
  6. In Paaren oder Arbeits­grup­pen wird nach einem eige­nen Titel gesucht und mit dem Orig­i­nal verglichen.
  7. Im Plenum wer­den die Über­legun­gen ausgetauscht.

Interview

Im Inter­view wer­den per­sön­liche Infor­ma­tio­nen, Hin­ter­gründe oder Stand­punk­te ermit­telt. Insofern dient es primär der Verbesserung der Kommunikationsfähigkeit.
In neu gebilde­ten Klassen oder Lern­grup­pen unter­stützt es die Ken­nen­lern­phase und die Entwick­lung eines Gemeinschaftsgefühls.

Phase 1: Fragenkatalog

Die Gruppe entwirft einen Fra­genkat­a­log. Die Lehrkraft unter­stützt dabei, damit alle wesentlichen oder notwendi­gen Aspek­te im Vor­feld bedacht werden.

Phase 2: Gespräch

Im Anschluss wer­den Inter­view­paare gebildet, die sich gegen­seit­ig befra­gen. Die Ergeb­nisse wer­den schriftlich fix­iert. Alter­na­tiv kann das Gespräch auch mit ein­er App des Smart­phones mit­geschnit­ten wer­den. Im Anschluss müssen wesentliche Gedanken ver­schriftlicht werden.

Phase 3: Präsentation

Nach den Inter­views wer­den die erfassten Infor­ma­tio­nen im Plenum präsen­tiert. Wenn die Qual­ität der Auf­nah­men zufrieden­stel­lend ist, kön­nen auch Auss­chnitte über Laut­sprech­er vorgestellt werden.

Phase 4: Reflexion

Im Anschluss wer­den Gemein­samkeit­en und Unter­schiede analysiert sowie Zusam­men­hänge reflektiert.

Im let­zten Schritt wer­den The­o­rien zur Entste­hung von Homogen­ität uder Vielfalt entwick­elt und diskutiert.

Alter­na­tiv

Zur Konzen­tra­tion auf das gesproch­ene Wort, kön­nen die Inter­views auch tele­fonisch vorgenom­men werden.

Positionslinie

Mit ein­er Posi­tion­slin­ie wer­den Ein­stel­lun­gen oder Urteile räum­lich dargestellt und zum Aus­druck gebracht wer­den. Darüber hin­aus spiegelt dieser Zugang die Vielfalt und Het­ero­gen­ität von Gruppen.

Phase 1: Vorbereitung

Eine imag­inäre oder durch Kle­be­band markierte Boden­lin­ie bietet den Schü­lerin­nen und Schülern Ori­en­tierung, um eine Entschei­dungs­frage zu beant­worten oder eine Posi­tion zu einem bes­timmten Problen einzunehmen.

Die Enden dieser Lin­ie stellen alter­na­tive Pole (Ja — Nein oder Stimmt — Stimmt nicht) dar. Der Raum zwis­chen diesen Punk­ten entspricht abgestuften Positionen.

Phase 2: Sich positionieren

Die Schü­lerin­nen und Schüler beant­worten die Entschei­dungs­frage für sich und posi­tion­ieren­sich entsprechend auf der Linie.

Phase 3: Vielfalt wahrnehmen und die eigene Position reflektieren

Die Schü­lerin­nen und Schüler begrün­den indi­vidu­ell nach ihrer Posi­tion­ierung ihren gewählten Stan­dort und beziehen sich argu­men­ta­tiv aufeinan­der. Zu beacht­en ist dabei, dass sie ihre Posi­tion gegenüber ihren Mitschü­lerin­nen und Mitschülern erläutern und die Lehrkraft lediglich mod­erierend wirkt.

Phase 4: Fortsetzung

Im Anschluss an diese Meth­ode kann eine Pro- und Kon­tra-Diskus­sion folgen.

ABC-Methode

Die ABC-Meth­ode regt Schü­lerin­nen und Schülern an Gedanken und Ideen assozia­tiv zu sam­meln und zu ord­nen. Sie kann als Ideen­pool, zur Wieder­hol­ung eines The­mas oder für Fach­be­griffe genutzt werden.

Phase 1: Die Liste

Allen Schü­lerin­nen und Schüler wird jew­eils eine Liste mit den 26 Buch­staben des Alpha­bets aus­geteilt, die in Einze­lar­beit bear­beit­et wird.

Phase 2: Partnerarbeit

Die Ergeb­nisse wer­den in Part­ner­ar­beit aus­ge­tauscht und ergänzt. Vier Favoriten wer­den aus­gewählt und markiert.

Phase 3: Kleingruppen:

Im näch­sten Schritt wer­den Grup­pen gebildet, in denen die aus­gewählten Wörter in eine sin­nvolle Rei­hen­folge gebracht werden.

Phase 4: Plenum

Die Ergeb­nisse wer­den im let­zten Schritt im Plenum präsentiert.