1 Gedanke zu „Da ankommen, wo es geplant war“

  1. Meine erster Gedanke: Vielle­icht ist es ja gar nicht so falsch, wenn man nicht immer genau dort lan­det, wo man hin­wollte. Die all­seits propagierte Schüleror­i­en­tierung, kön­nte, kon­se­quent zu Ende gedacht, genau dies zur Folge haben. Und dass nie­mand von uns den Unter­richt auf die Sekunde genau hin­pla­nen kann, sollte auch klar sein. Wir arbeit­en ja mit Men­schen und nicht mit Holz.
    Aber natür­lich sollte die Unter­richt­s­pla­nung auch nicht immer reine Maku­latur sein.

    Eine Möglichkeit ist es, in die Pla­nung neben dem reg­ulären Ende auch immer eine pos­i­tive und neg­a­tive didak­tis­che Reserve einzubauen. So muss man kein Kan­inchen aus dem Hut zaubern, wenn gegen Ende der Stunde zu viel oder zu wenig Zeit zur Ver­fü­gung steht.

    Auch würde ich empfehlen nicht zu kom­plex zu pla­nen. Dies meint nicht, dass der Unter­richts­ge­gen­stand nicht kom­plex sein kann. Vielmehr soll­ten Sie ver­mei­den, ein The­ater­stück zu pla­nen, welch­es den Schü­lerin­nen und Schülern feste Rollen zuweist, ohne, dass jenen diese Rollen bekan­nt sind. Ein detail­liert geplantes Unter­richts­ge­spräch ist meines Eracht­ens zum Scheit­ern verurteilt. Außer­dem sind zehn Pla­nungss­chritte störungsan­fäl­liger als fünf.

    Zum Schluss ist noch zu sagen, dass auch Ihre mit der Stunde ver­bun­de­nen Zielvorstel­lun­gen im Zusam­men­hang der oben gestell­ten Frage von enormer Bedeu­tung sind. Wenn Sie also nicht dort ankom­men, wo Sie hin­woll­ten, müssen Sie sich die Frage stellen, ob ihre Zielvorstel­lung real­is­tisch war. Haben Sie ihr Ziel präzise genug und gle­ichzeit­ig offen genug for­muliert, das Vor­wis­sen und ‑kön­nen richtig eingeschätzt und war wirk­lich aus­re­ichend Zeit einge­plant? Sollte es immer so ein, dass am Ende zu wenig Zeit ist, dann kön­nen Sie davon aus­ge­hen, dass Sie die Arbeits­geschwindigkeit im All­ge­meinen zu hoch ein­schätzen. Pla­nen Sie Ihren Unter­richt wie son­st und bemühen Sie sich, nach­dem Sie eigentlich schon zufrieden sind, noch um eine Zeit­erspar­nis bzw. pla­nen Sie von vorn­here­in einen Puffer von 10 Minuten bei ein­er Doppelstunde.

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